Saisonrück- und ausblick

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Die Saison 2019 ist für die Herren- und Damenteams bereits seit einigen Wochen vorbei, jedoch laufen die Vorbereitungen für die kommende Spielzeit bereits auf Hochtouren.

Das Jahr 2019 war für die beiden Seniorenmannschaften des Niddataler Inline-Skaterhockeyvereins kein Glanzjahr. Zwar erreichten beide den Klassenerhalt in ihren jeweiligen Ligen, die Herren in der 2. Bundesliga Süd und die Damen in der 1. Damenbundesliga, doch konnten sie ihre gesteckten Ziele nicht erreichen. „Das braucht man gar nicht schön zu reden!“, so der sportliche Leiter der Patriots, Patric Pfannmüller. „Wir sind weit unter den Erwartungen geblieben.“

Die Herren mussten unter Verletzungen von Leistungsträgern wie Tobias Etzel, Dennis Berk oder Marco Forster leiden. Dazu kam schwerwiegend die unklare Torhüterposition. Man musste hier zu oft auf den Nachwuchs zurückgreifen, da die erfahrenen Goalies wie Felix Dombrowsky oder Marcel Kempf nicht zur Verfügung standen. Pfannmüller sagte dazu: „Die Nachwuchstorhüter haben das gut gemacht, aber man merkt doch, dass sie noch nicht so weit sind in der 2. Bundesliga spielen zu können. Aber wir sind uns sicher, dass sie das auch noch erreichen können!“ Ein weiterer Grund für die relativ erfolglose Saison sei auch, dass sich für die Assenheimer erst zu spät die Möglichkeit aufgetan hat, durch Kontakte an die Profi-Eishockeyspieler der Löwen Frankfurt heranzukommen und sie in den Kader aufzunehmen. „Wir konnten nur für sehr kurze Zeit auf Lukas Koziol und Max Faber zurückgreifen. Mit ihnen hätten wir garantiert noch den ein oder anderen Punkte mehr einfahren können.“, so Pfannmüller. Er sieht allerdings auch eine positive Entwicklung im Teamgefüge. Durch die vielen Verletzungen und dadurch, dass relativ schnell klar war, dass die Play-Offs nicht mehr zu erreichen sind, aber auch der Abstieg kein Thema sein würde, konnten viele der jüngeren Spieler Erfahrung sammeln und sich weiterentwickeln.

 Als neuer Trainer wird Pfannmüller selbst nächstes Jahr zusätzlich zu seinem Amt als sportlicher Leiter an der Bande stehen. Es laufen bereits die Gespräche mit Spielern für die neue Mannschaftszusammenstellung, die die Wetterauer in die Erfolgsspur zurückführen soll. So steht beispielsweise schon fest, dass Koziol, Faber und auch Tim May unmittelbar nach der Eishockeysaison in den Kader der Patriots rücken werden. Ihre Aufgabe sei laut Pfannmüller neben der sportlichen Leistung auch eine gewisse Erfahrung und Hockeyverstand an die unerfahrenen Spieler weiterzugeben. Auf der Torhüterposition werden Dombrowsky und Kempf nicht mehr zur Verfügung stehen, dafür hat Nicolas Moll, der bereits diese Saison öfter für die Wetterauer zwischen den Pfosten stand, zugesagt. „Endlich können wir auch aufgrund ihres Alters die bisherige U19- und Damentorfrau Anna Boss aufstellen!“, so Pfannmüller. Boss gilt als eine der besten Torhüterinnen Deutschlands und wird neben ihrer Tätigkeit im Damenteam bei der Herrenmannschaft aushelfen. Dazu laufen noch Gespräche mit einem weiteren Torhüter und einigen Feldspielern, Details dazu werden bekannt gegeben sobald alle Einzelheiten geklärt sind. Die Saisonvorbereitung wird am 04.02.2020 mit einem intensiven Trainingsprogramm beginnen, dazu soll es einige Teambuildingmaßnahmen geben. Pfannmüller hat eine eindeutige Vorstellung für das kommende Jahr: „Das Ziel für nächste Saison sind ganz klar wieder die Play-Offs, und daran will ich als Trainer auch gemessen werden! Allerdings darf man nicht ab der ersten Sekunde nur Erfolge erwarten, ein neuer Trainer bedeutet immer eine gewisse Umstellung, und das braucht Zeit. Wir müssen über das Jahr zusammenwachsen und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Truppe haben werden!“ Während der etwa anderthalbmonatigen Vorbereitungsphase wird es zwei Testspiele geben, zu denen die Details zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.

Das Damenteam blickt ebenfalls auf eine schwierige Saison zurück. Die ohnehin schon dünne Personaldecke von neun Feldspielerinnen und einer Torhüterin wurde durch die Verletzungen von Kapitänin Elisa Thoms sowie Sandra Walter und Daniela Viel zusätzlich geschwächt. Dennoch haben sie mit dem Klassenerhalt ein wichtiges Zeichen gesetzt. Für die kommende Saison ist geplant sich personell breiter aufzustellen um sich dann auch in der Tabelle wieder weiter nach oben zu orientieren. Als Trainer wird Stefan Napravnik, ehemaliger Coach der Herren, das Damenteam übernehmen. Der sportliche Leiter sagte zu dieser Entscheidung: „Die Damen brauchen in der 1. Bundesliga einfach einen Trainer, der die Mannschaft weiter bringt. Aufgrund seiner Art zu trainieren glauben wir, dass Stefan dafür genau der richtige Mann ist. Wir hoffen, dass der Trainerwechsel bei Herren und Damen frischen Wind in die Teams bringt und sich das positiv auf die sportliche und tabellarische Situation in den jeweiligen Ligen auswirkt.“